Fryslân (Niederlande) Juni 2021

Duetvlet 1040 Marne

Länge: 10,40m

Breite: 3,75 m

Bis zu 4 Personen

2 Kajüten

Unser gechartertes Schiff die Duetvlet 1040 „Marne“ hat im Bug eine abgeschlossene Schlafkabine für 2 Personen, sowie Möglichkeiten zum Verstauen von Gepäck etc.

Im Heck befindet sich eine, für die Größe der Yacht, sehr geräumige Schlafkabine mit Doppelbett und zusätzlichem Waschbecken und sorgt für optimale Privatsphäre.

Eine vollausgestattete Küchennische mit 3-fl. Gas-Herd, Kühlschrank und komplettem Inventar für 4 Personen sorgt dafür, dass das leibliche Wohl an Bord nicht zu kurz kommt. Der Kühlschrank bietet ausreichend Platz und verfügt außerdem über ein kleines Eisfach.

Im gemütlichen Salon befindet sich, neben Fernseher und Sitzmöglichkeiten mit Tisch, auch ein Innen-Steuerstand

Allerdings hat man vom Sonnendeck mit dem 2. Steuerstand (inkl. GPS) den besten Überblick. Außerdem an Bord: Deckstühle, Decktisch sowie Schwimmplateau mit Schwimmtreppe.

Unsere Route

  • Terherne
  • Stavoren
  • Lemmer
  • Tjeukemeer (Insel)
  • Sneek
  • Woudsend
  • Sloten
  • Grou

Tag 1

Terherne-Stavoren

Dieser Törn führt uns erneut in die Niederlande, genauer gesagt nach Terherne. Vor der Reise haben wir von unserem Yachtcharterer ein YouTube Video erhalten über das die Einweisung für das gecharterte Boot stattfindet. An der Marina angekommen haben wir uns diese zunächst etwas genauer angeschaut, da wir hier vorher noch nicht gechartert hatten. Einladend und mit einer gemütlichen Außenlounge haben wir einen positiven ersten Eindruck von der Marina Wetterwille gewinnen können. Nach einer kurzen Anmeldung haben wir unser Gepäck auf die Duetvlet 1040 „MARNE“ geschafft. Das Ziel… schnell ablegen und auf in Richtung Stavoren.

Nach ca. 4 Stunden fahrt über das Sneeker Meer, den Prins Margrietkanaal, das Heegermeer, den Fluessen und dem Johan-Frisokanaal erreichten wir schließlich unser Tagesziel und haben an der Kade in Stavoren festgemacht. Im Eetcafe & Pizzeria It Alde Hearehûs haben wir nach einem ersten, gut funktionierenden Anlegemanöver zu Abend gegessen und unser Anlege-Bier getrunken (immer noch ein komisches Gefühl mit dem Essen gehen nach all der Corona belasteten Zeit). Nach dem Essen und vor dem zu Bett gehen haben wir einen Spaziergang über den Deich von Stavoren gemacht. In der Nacht machten wir Bekanntschaft mit den Niederländischen Mücken. Spoiler: Massaker Night – Teil 1

Tag 2

Lemmer

Zerstochen und etwas unausgeschlafen (aufgrund der nächtlichen Mücken-Attacken, trotz Mückennetz) haben wir uns, wie geplant, um kurz nach 09:00 Uhr durch die Johan-Friso-Schleuse auf´s Ijsselmeer begeben mit Kurs auf Lemmer. Windstärke 3-4 und Starkregen haben die Überfahrt etwas schaukelig, aber abenteuerlich gemacht. Hinweis: Bei der Überfahrt immer an den Tonnen orientieren um nicht ins Flachwasser zu geraten.
Der Moment auf dem Ijsselmeer in dem man nichts anderes als Wasser sieht ist einfach befreiend. Wobei man Wind, Wellen und das schnell wechselnde Wetter nie unterschätzen sollte.

Gemütlich sind wir gegen 15 Uhr durch die Lemster Schleuse bis zum Yachthafen Binnen in Lemmer gefahren, wo wir für den Rest des Tages und über Nacht festgemacht haben. Bei einem Spaziergang, haben wir uns im örtlichen Supermarkt mit ein paar Lebensmitteln für das Abendessen eingedeckt. Lemmer hat eine tolle Atmosphäre! All die Schiffe an der Kade reihen sich auf wie eine Allee durch die man mit seiner Yacht fährt. Ringsum pulsiert das Leben in den Restaurants. Das macht die Durchfahrt so besonders!

Tag 3

Tjeukemeer-Sneek

Nach einer ruhigen und Mückenfreien Nacht (mit Zewa die Mückengitter der Fenster verstärkt) haben wir nach dem Frühstück in aller Ruhe abgelegt und uns übers Groote Brekken auf in Richtung Tjeukemeer gemacht. Auf einer kleinen Insel haben wir ruhig und allein gegrillt. Einfach wunderbar… die Stille, die einsame Insel und ein entspanntes Mittagessen. Man ist für sich und kann dort an den Marrekrite-Stegen* kostenfrei festmachen und das bis zu 3 Tage. Für längere Törns auf jeden Fall eine coole Sache, die man ausprobieren sollte.
(Vorsicht: Wir empfehlen maximal eine Nacht für Charterer, um die Batterien eures Bootes während der Fahrt und in der nächsten Marina wieder aufzuladen.)
Anschließend gab es für die Crew ein bisschen Fahrtraining vom Skipper. Einmal An- und Ablegen für jeden!

Nun aber fix in Richtung Joure. Kurz bevor wir in den Ort fahren wollten, hat es so stark angefangen zu regnen, dass wir uns spontan dazu entschlossen haben weiter nach Sneek zu fahren.

Die Fahrt durch Sneek ist wunderbar. Es gibt immer was zu gucken und die kleinen Brücken durch die man muss, werden teilweise noch per Hand bedient. Festgemacht im  für die Nacht (Yachthafen De Domp) haben wir uns zu Fuß auf den Weg ins Zentrum gemacht, vorbei am Waterpoort. Auf der Suche nach einem schönen Restaurant, sind wir im „Aan de Gracht“ eingekehrt. Wirklich toller Service und super Essen. Der perfekte Tagesabschluss!

*Marrekrite-Liegeplätze: Eine Partnerschaft zwischen der friesischen Provinz und verschiedenen Gemeinden. Viele dieser Liegeplätze befinden sich mitten in der Natur, sind absolut kostenfrei und durch ein blau-weißes Schild ausgezeichnet. Sie dürfen Ihr Boot maximal drei Tage an einem Marrekrite Liegeplatz anlegen. Die Marrekrite bietet regelmäßig neue Liegeplätze, kümmert sich um deren Wartung und Pflege, sowie die Abfallentsorgung, das Mähen und den Grünschnitt.
Weitere Informationen findet ihr hier: https://www.boots-und-charterabc.de/daten-technik-infos-literatur/m/marrekrite/

Tag 4

Woudsend-Sloten-Grou

Am letzten vollen Tag wollten wir noch ordentlich Strecke schaffen, daher haben wir uns recht früh aufgemacht nach Woudsend. Was für ein schöner Ort. Für einen kurzen Stopp haben wir direkt an der Kade festgemacht und sind gemütlich durch die Straßen geschlendert. Eine der beiden Windmühlen im Ort war sogar für eine kostenfreie Besichtigung geöffnet. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen.

Zeit für ein kleines Päuschen: Im örtlichen Supermarkt haben wir ganz einfach auf ein frisch zubereitetes Käse-Sandwich zurückgegriffen und waren super begeistert. Mit dieser Qualität hatten wir nicht gerechnet. Daumen hoch!

Frisch gestärkt ging es über das Slotermeer nach Sloten. Frieslands kleinste aber wunderschöne Stadt die ebenfalls einen Besuch wert ist! In wirklich tollem Ambiente haben wir dort eine schöne Tasse Chocomel mit Sahne genossen. Nach Tagen voller Wolken und Regen war auch endlich die Sonne wieder draußen…genial! Einfach etwas niederländisches Dolce Vita für uns! 😀

Von Sloten sind wir in Richtung Grou gefahren, dort wollten wir die letzte Nacht verbingen. Diesen Ort kannte ich bereits von der letzten Reise und es hat mir dort sehr gut gefallen. Bei einem kurzem Zwischenstopp an einem Kiosk mit Anlegestelle (Rufus aan het water), haben wir schnell noch den Getränkevorrat aufgestockt. Dann ging es weiter Richtung Grou…über´s Sneekermeer und den Prins Magrietkanaal. Angelegt am Passantenhaven vor dem Theehuis, ließen wir den letzten Abend gemütlich im Theehuis mit gutem Essen und ein paar Drinks ausklingen.

Tag 5

Terherne (Abreisetag)

Zeitig gestartet haben wir um 9:30 Uhr unsere schöne Yacht abgegeben. Von Grou bis nach Terherne zu Yachtcharter Wetterwille waren es ca. 45 Minuten fahrt.

Nach einer entspannten und problemlosen Übergabe hatten wir noch ein nettes Gespräch mit dem Betreiber Alexander van Walsum und durften uns noch zwei weitere, wirklich tolle Yachten anschauen. Wer weiß… vielleicht wird eine davon für die nächste Reise gechartert!

Fazit zu Yachtcharter Wetterwille

  • Sehr gepflegte Schiffe und Marina
  • Extrem freundlich, aufmerksam und Kommunikationsfreudig. Keine Frage blieb offen.
  • Eine tolle Stimmung in der Marina…man ist sofort im Urlaub
  • Bei anderen Yachten gesehen: Wenn jemand mal eine kleine Macke in ein Boot fährt, so wird diese direkt und noch vor dem nächsten Charter direkt ausgebessert…sodass die Schiffe wirklich immer in einem Topp Zustand übergeben werden.
  • Unser Schiff war sauber, technisch einwandfrei und uns hat es an nichts gefehlt. Keinerlei Probleme unterwegs oder bei der Rückgabe.